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Ein rabenschwarzer Tag für Nord-Düren

Die gestrige Ratssitzung hat ergeben: Es wird keinen Bezirksausschuss in Nord-Düren geben. Es wäre eine Mehrheit von 26 Stimmen notwendig gewesen, die AmpelPlus konnte nur 25 Stimmen bei einer ungültigen Stimme für eine notwendige Änderung der Hauptsatzung erzielen.

Dieses Ergebnis ist für die weitere Entwicklung von Nord-Düren schlichtweg eine Katastrophe. Sicher, die Stadtteilvertretung hat bislang eine hervorragende Arbeit geleistet und wird dies auch weiterhin tun. Allerdings hat die Stadtteilvertretung kein politisches Mandat und muss nun auch weiterhin als Bittsteller bei der Verwaltung vorsprechen. Dass dies mitunter recht mühselig und manchmal auch erfolglos sein kann, musste die Stadtteilvertretung oft genug erfahren.

In diesem Stadtteil steckt ein ungeheures und nachhaltiges Potenzial. Nord-Düren ist neben dem Grüngürtel Dürens letztes noch halbwegs zusammenhängendes Quartier mit altem und erhaltenswertem Gebäudebestand. Die Nordstadt könnte nach einer erfolgreichen Sanierung und Neuwidmung für Szenewohnen der Kern und Ausgangspunkt für ein lebendiges und florierendes ‚Altstadtleben‘ sein.

Von Beginn an hat die CDU im Gleichschritt mit der AfD die Gründung eines Bezirksausschusses torpediert. Für die CDU war die Gründung eines parlamentarischen Gremiums gar „politischer Firlefanz“ (O-Ton Stefan Weschke und Rolf-Peter Hohn bei einer früheren Ratssitzung). Entweder hat die CDU die Nordstadt schon aufgegeben oder sie weigert sich schlicht, dort politisch aktiv zu sein, weil sie dort keine Wählerklientel vermutet. Eventuell sind auch ca. vier Bezirksausschusssitzungen pro Jahr einfach zu viel für die CDU-Mitglieder. Trotzdem ist man sich nicht zu schade, sich bei einer Spielplatzeinweihung vom CDU-Bürgermeister fälschlicherweise als Stadtverordneter für Nord-Düren feiern zu lassen.

Sei’s drum, ich als Distriktleiter Düren-Nord des SPD Ortsvereins kann nur ausdrücklich betonen, dass wir Nord-Düren nicht aufgegeben haben und für die Weiterentwicklung der Nordstadt kämpfen werden. Wir werden, wenn es erwünscht ist, mit der Stadtteilvertretung zusammenarbeiten und nun über die SPD-Fraktion unsere Vorhaben voranbringen.

Jeder Bürger Nord-Dürens, der daran mitwirken will, ist herzlich eingeladen, sich entweder bei mir oder bei der Stadtteilvertretung zu melden.

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